Ecco Le Marche

Jetzt mal was für die Radfahrer! Ich habe meinen Mann Otto nach einer schönen, eher sportlichen Radtour gefragt, und er empfahl eine seiner Lieblings-Mountainbike-Touren, die mitten in den Marken über Poggio San Romualdo, Pian dell’Elmo, Elcito und den Lago di Cingoli führt.


Warum sie ihm so gut gefällt? Sie führt durch tolle Landschaften mit herrlichsten Aussichten, ist größtenteils autoarm und es gibt 4 schöne Plätze für eine gemütliche Rast.


Mit 1700 Höhenmetern auf 70 km erfordert sie allerdings eine gute Kondition und ist nur trainierten Radfahrern zu empfehlen. Da sie hauptsächlich über Asphalt und befestigte Wege führt, ist sie jedoch gut fahrbar und technisch nicht sehr anspruchsvoll.


Ich als Genußsportlerin habe Otto alleine losziehen lassen und bin lieber mit dem Auto zu den Zwischenzielen gekommen, um zu fotografieren.


Start ist unterhalb des Dorfes Poggio Cupro bei Cupramontana. Für Otto fängt es direkt mit einem Anstieg an, um überhaupt von unserem Haus zur Straße zu kommen. Danach geht es aber zunächst in engen Serpentinen hinunter zum Esino-Tal. Es ist dieselbe Abfahrt, über die sich beim jährlichen Verdicchio Race wagemutige Skater talwärts stürzen.


Die Strecke führt nun über verkehrsarme Nebenstrassen an der Abbazia di Sant’ Elena und einem langgezogenen Bewässerungskanal vorbei, bis sie bei Serra San Quirico an einer T-förmigen Kreuzung endet, wo wir uns links halten. Ab hier führt der erste und mit knapp 800 Höhenmetern größte Anstieg der Tour über 13 nummerierte Serpentinen zum ersten Zwischenziel Poggio San Romualdo. Die Straße ist zwar asphaltiert, aber es herrscht sehr wenig Verkehr, so dass man die schönen Ausblicke genießen kann.

Wer möchte kann sich oben im Traditionsrestaurant “Norma” stärken, bevor es weitergeht.


Über Schotter, kleine Wege und ein kurzes Stück Single Trail (Pfad) geht es circa 3,5km tendenziell bergab und dann auf breitem Schotterweg wieder aufwärts zum Pian dell’Elmo. Diese Hochebene ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen rund um den Monte San Vicino. Als ich mit dem Auto eintrudele ist Otto schon da und wir genehmigen uns ein Bier in der sympathischen Bar des “Elmo Camping”.


Otto schwingt sich wieder aufs Rad und fährt zunächst auf Asphalt weiter aufwärts Richtung Elcito und biegt nach 1 km links auf einen Schotterweg, der ihn in einem auf und ab nach Elcito führt. Hier treffen wir uns wieder an der Bar “Il Cantuccio”. Da es Wochenende ist, finden sich diverse Ausflügler ein, aber das Gelände drumherum ist weitläufig und so findet jeder ein eigenes Plätzchen. Ich bestelle eine hausgemachte Crescia und ein Bier und wir setzen uns an einen kleinen Tisch draußen. Das Toilettenhäuschen ist mitten auf der Wiese!


Hinter Elcito führt uns der Weg über Asphalt in Richtung Castel S. Pietro. Dahinter biegen wir links auf die SP2 (Richtung Apiro). Nach circa 5,5 km biegen wir kurz vor dem Ort Frontale rechts auf eine sogenannte weisse Strasse, die teils aus Schotter und teils aus Asphalt besteht. Sie führt uns schnurstracks zum Lago di Cingoli (auch: Lago di Castreccioni) und zu unserem letzten Zwischenhalt, der Popeye-Bucht.


Wir haben einen herrlichen Blick auf den Stausee und gönnen uns eine Erfrischung an der örtlichen Kiosk-Bar. Im Sommer kann man sich hier einen ganzen Tag mit Schwimmen, Sonnenbaden und Bötchen fahren vergnügen und doch ist es auch dann weniger “rummelig” als am Meer.


Otto startet Richtung Apiro zur letzten Etappe, die ab jetzt nur noch über Asphalt führt und je nach Tageszeit etwas mehr befahren sein kann. Vor Apiro nimmt er die Abbiegung nach Cupramontana und hält sich auch an der nächsten T-Kreuzung Richtung Cupramontana, an der Abbazia Beato Angelo vorbei und durch Cupramontana durch Richtung Poggio Cupro zu unserem Ausgangspunkt.


Ordentlich geschafft, aber zufrieden, wird dies nicht das letzte Mal sein, dass er diese schöne Tour fährt ….


Einige nützliche Tipps und der link zum GPX Track:


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.