Ecco Le Marche

Im Norden der Marken, an der Grenze zur Region Emilia Romagna, befindet sich der regionale Naturpark Monte San Bartolo. Er liegt an einer Steilküste der Adria zwischen Gabicce Mare und Pesaro und bietet herrliche Aussichten.

Ein in den örtlichen Tourismus-Büros erhältlicher Wanderführer empfiehlt 5 ausgeschilderte Wanderungen. Mit-Bloggerin Isabelle entschied sich an einem strahlenden, sonnigen Wintertag, die Route 3 “Vincolungo”, auf der Karte auch 156C/D benannt, auszuprobieren. Hier ihr Bericht:

Ausgangspunkt ist das Dorf Colombarone, in dem sich an der römischen Straße Via Flaminia die Überreste einer römischen Villa befinden. Im Ort selbst gibt es genügend Parkmöglichkeiten in einer der kleinen Nebenstraßen.

Der recht gut beschilderte Weg geht zunächst entlang der Strada Vincolungo, um dann recht bald nach links in den Wald abzubiegen. Hin- und wieder erblickt man Lichtungen mit schönen, alten Olivenhainen und an anderen Stellen kann man die majestätische Burg Gradara in der Ferne sehen.

Nach einer Weile weist ein Schild nach links zum Kapellchen der Madonna del Mulino aus dem 16. Jahrhundert. Dieser kleine Umweg ist sehr empfehlenswert, denn nach ein paar Schritten gewahrt man die kleine Kapelle, deren Fassade gut gepflegt mit Zierpflanzen, Bänken und Stühlen versehen ist.

Wenn man die Tür öffnet, wird einem klar, dass das Kapellchen gut frequentiert ist, denn man erblickt viele religiöse Gegenstände, die die Menschen scheinbar herbringen, um der Madonna zu danken und die mindestens so beeindruckend sind wie das Panorama, welches man von hier hat!

Zurück zum Hauptweg: es bieten sich wunderbare Aussichten auf Gradara, und auf die markanten Bergformationen des kleinen Staates San Marino und von San Leo.

Nach einer Weile mündet der Feldweg in eine asphaltierte Straße: hier links abbiegen, die Straße überqueren und dann rechts wieder in einen Feldweg abbiegen.

Nun führt der Weg Richtung Küste und die Aussicht auf das Meer ist wirklich toll, vor allem an einem sonnigen Tag wie dem, an dem Isabelle dort war.

An der Steilküste angekommen kann man den Weg nach Colombarone zurückgehen oder sich wie Isabelle rechts halten bis zum Burg-Dorf Casteldimezzo.

Der Ort ist sehr nett und gut erhalten und in den Gassen gibt es Bars und Restaurants – die in der Nebensaison allerdings geschlossen sein können.

Über die Hauptstrasse “Strada di Vincolungo” geht es zurück zum Ausgangspunkt Colombarone. Unterwegs lohnt sich noch ein kleiner Halt am Waschhaus:

Die Wanderung dauerte etwa 2 Stunden und ist für jedermann gut geeignet. Auf den Seiten des Regionalparks San Barolomo findet man eine Übersichtskarte und Beschreibungen weiterer Wanderungen (auf Englisch)