Ecco Le Marche
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Heute gibt es ein typisches, sehr einfach herzustellendes Winterrezept von Mamma Graziella: Polenta.

Früher war Polenta ein arme-Leute Gericht, weil es aus Maismehl bestand, das billiger war als das teuere Weizenmehl. Zwar findet man Polenta auch im Sommer auf Festen oder auf Speisekarten, aber einige Restaurants bieten es nur in der kalten Jahreszeit an. So wie das Restaurant von Fiorina bei uns am Ort, wo mittags immer die Arbeiter essen gehen: Im Winter gibt es dort jeden Dienstag Polenta, die in riesigen Portionen mit Fleischsauce oder Pilzen ausgegeben wird. Man muß dann früh kommen, sonst ist sie aus. Einige Orte feiern einmal im Jahr ein Polenta Fest, auf dem die Polenta in großen Kupferkesseln auf einem offenen Feuer gegart wird.

Polenta gibt es hauptsächlich in Nord- und Mittelitalien und die Zubereitungsweisen variieren von Region zu Region. Während die Polenta im Norden eher fest gebacken und in Scheiben aufgeschnitten wird, hat sie in den Marken eher die Konsistenz von Kartoffelpüree und wird auf Teller oder Bretter ausgestrichen. Im Video weiter unten sieht man sehr gut, wie Mamma Graziella das macht.

Das Rezept und die Zubereitung sind denkbar einfach:

Maismehl

Zutaten:

400 g Maismehl,

2 Liter Wasser,

1/2 Eßlöffel Salz (mehr oder weniger nach Belieben)

 

Zubereitung:

Man nehme einen Topf mit schwerem Boden und erhitze das Wasser darin. Sobald die ersten Wasserbläschen aufteigen, gibt man das Salz hinzu und schüttet man nach und nach das Maismehl hinein. Dabei ständig rühren, damit keine Klumpen entstehen. Nun zugedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen. In dieser Phase klumpt die Polenta nicht mehr und man braucht nur noch gelegentlich zu rühren.

Nach circa 35 Minuten, wenn die Masse dicker geworden ist, kann man die Polenta auf ein Brett oder einen großen Teller ausstreichen.

Nun kann man Beilagen und Saucen dazugeben. Bei Mamma Graziella sind das häufig Fleischsaucen oder Tomatensauce, die leckeren Fenchel-Bratwürstchen oder auch Pilze und Speck. Darüber kann man nach Belieben Parmesan streuen.

 

Laura schmeckt die Cresciola!

 

Das Beste aber, sagt Laura, sind die Reste! Daher lieber etwas mehr Polenta kochen, damit auch sicher Reste bleiben:

Man zerdrücke die Polenta-Reste und vermische sie mit Mehl bis ein Teig entsteht, den man ausrollen kann. Nun mit der Backrolle zu Fläden ausrollen.

Crescia: die Fläden kann man auf oder im Grill backen. Sie ist in den Marken eine beliebte Beilage zu Wurst- und Käse, man kann sie aber auch so oder mit Gemüse essen.

Cresciola: wenn man die Fläden in Öl ausbrät, dann erhält man Cresciola, die man mit Zucker bestreut als Dessert essen kann.

 

 

Hier das Video von Mamma Graziella, in dem man die einzelnen Schritte gut sehen kann:

Wenn Ihr das Rezept ausprobiert, schickt uns doch bitte eine kurze Rückmeldung und vielleicht sogar ein Foto – wir sind gespannt!